Mund auf, Ohren zu?

Heute habe ich im Radio gehört, dass der Rat der Stadt Moskau in Erwägung zieht, bei Konzerten Playback zu verbieten. Zumindest bei Veranstaltungen, die von der Kommune mitfinanziert werden, sollen die Künstler nicht nur den Mund auf und zu machen (möglichst lippensynchron zur Bandeinspielung), sondern tatsächlich singen.

Ich stelle mir so was gerade auf westlichen Bühnen vor – und spekuliere, dass eine derartige Regelung einige Künstler in die Bredouille brächte. Vielleicht aber auch nur das Publikum …
Die Fähigkeit, ein Hörerlebnis der Sonderklasse zu bieten (in positivem Sinne!), während man eine Bühnenshow veranstaltet, die einem lauf-, hops- und zappeltechnische Höchstleistungen abverlangt, ist sicherlich nur wenigen Künstlern gegeben.

Angeblich war in Moskau auch überlegt worden, einen Verstoß gegen die Auflage mit Haftstrafe zu belegen. Davon ist man wohl wieder abgerückt. Die Zeit wird zeigen, ob man die Haftstrafe dann doch eher für die, die live singen, verhängen sollte.

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Ein Kommentar zu Mund auf, Ohren zu?

  1. Lotte sagt:

    Na wäre das nicht fein? Endlich würde etwas weniger rumgezappelt auf der Bühne, weil den Künstlern sonst die Puste fehlt um Töne zu produzieren.
    Wie richtig/falsch die auch sein mögen!!
    Und dann die Texte!!!!! (s. Sarah Connor bei der WM) Kann man beim Ticketkauf eine Hörprobe haben?
    Irgendwie begeistert mich der Gedanke immer mehr.

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