Angriff der Zuckerstreuselbakterien
Mittwoch, den 16. Februar 2011Ich habe kürzlich einen Werbespot gesehen, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich auf meinem Weg durch den Tag reichlich Bakterien einsammele, welche zusammen mit fremd-angeschleppten Genossen auf meinem Seifenspender ein hygienisch vermutlich bedenkliches fröhliches Stelldichein feiern.
Um mich von der Dramatik zu überzeugen, wurde zum Stilmittel der Illustration gegriffen. So saßen also gefährliche rote Zuckerstreusel in vermutlich nicht minder gefährlichem gritzegrünem Pamp auf dem Drückerknopf eines Seifenspenders – lauernd auf ihr Opfer: den ahnungslosen Drücker dieses heimgesuchten Knopfes.
Diesem inakzeptablen bunten Treiben soll man Einhalt gebieten, indem man einen berührungslosen Seifenspender verwendet. Einfach mit dem Händchen vor dem Sensor rumwedeln, schon wird ein kleiner Blotsch Seife abgesondert und nach dem Händewaschen gurgelt die keimige Last in den Abfluss.
Ich frage mich die ganze Zeit: Welche Gefahr geht von auf dem Knopf sitzenden Bakterien für mich aus? Ich drücke ihn schließlich vor dem Händewaschen, spüle aufgenommene Knopf- + Eigenkeime also weg.
Meiner Meinung bräuchte es weniger sensorgesteuerte Seifenspender auf dem Familientöpfchen, als vielmehr sensorgesteuerte Türen an hochfrequentierten, öffentlichen Örtchen: Für nachlässige Wischi-Waschi-Typen öffnet sich das Türchen nicht! Das wäre mal ein echter Hygienebeitrag.



Auf diesem Bild aus der Vorweihnachtszeit ist die Ernst-August-Galerie am hannoverschen Bahnhof zu sehen. Während ich auf den Überweg zumarschierte, hatte ich Probleme, das rote Ampelmännchen zu entdecken. Es musste aber noch irgendwo sein, da die Fußgänger mit Blickrichtung Hauptbahnhof an der Ampel warteten. Aus meiner Sicht überstrahlte die rote Beschriftung in Kombination mit roten Deko/Werbung das kleine Männchen völlig. Ich habe mich gefragt, ob an der Kreuzung die Unfallrate mit Passanten gestiegen ist, seit der Eröffnung dieses Einkaufstempels?!