Archiv der Kategorie ‘Werbung‘

Obskures aus der Kamera (Teil 1)

Sonntag, den 1. Februar 2009

Es ist schon erstaunlich, was sich so alles auf der Speicherkarte meiner Kamera findet. Immer wenn ich etwas für mich Merk-würdiges entdecke, zücke ich die Kamera und kellere es in Pixelform in der Tiefe des Kartenspeichers ein. Voraussetzung ist natürlich, dass ich die Kamera dabei habe – daran scheitert mein toller Plan der schnellen Aufnahme leider häufig. Ich habe tatsächlich schon in Erwägung gezogen, mir ein Handy mit Kamera zuzulegen. Aber ich liebe meinen alten Hör-/Sprechknochen zu sehr, als dass ich ernsthaft über eine Trennung nachdenke.

Nach und nach werde ich jetzt die Ergebnisse meiner optischen Beutezüge verbloggen.

Rotlichtbezirk …Auf diesem Bild aus der Vorweihnachtszeit ist die Ernst-August-Galerie am hannoverschen Bahnhof zu sehen. Während ich auf den Überweg zumarschierte, hatte ich Probleme, das rote Ampelmännchen zu entdecken. Es musste aber noch irgendwo sein, da die Fußgänger mit Blickrichtung Hauptbahnhof an der Ampel warteten. Aus meiner Sicht überstrahlte die rote Beschriftung in Kombination mit roten Deko/Werbung das kleine Männchen völlig. Ich habe mich gefragt, ob an der Kreuzung die Unfallrate mit Passanten gestiegen ist, seit der Eröffnung dieses Einkaufstempels?!

Und hier noch Auflösung des Suchbildes: Das rote Männchen steht im grünen Kreis. Leider ist der Kreis als Orientierungshilfe nur auf diesem Bild und nicht live an der Ampel …

Zum einen Ohr rein …

Montag, den 10. November 2008

Ich entwickele mich langsam zum “Verhör-Spezialisten”:
Vor ein paar Tagen lief in meinem Fernseher der Trailer zu einer Serie. Natürlich wurde diese Serie auch besungen. Der Refrain lautete in meinen Ohren “(dideldidel) … dann kam die Sahne … (dideldi usw.)”. Schwupps, schon war ausgesungen und ich saß ratlos vor dem TV-Apparat.
Dieser Text machte ja irgendwie gar keinen Sinn, es sei denn, der Trailer wäre für eine Sendung wie “Abgeschöpft” (Themen aus der Wirtschaft) oder “Rührselig” (neue Fernsehköcheleien).
Ich nahm mir vor, die nächste Werbeeinblendung aufmerksamer zu verfolgen. Wie nicht anders zu erwarten, verging nicht viel Zeit mit Filmware und es wurde wieder eigenwerblich gesungen. Da ich diesmal angestrengter hinhörte und auch zuschaute, erschloss sich mir der tatsächliche Wortlaut “… dann kam die Sonne …”. Aha, das machte inhaltlich durchaus mehr Sinn.

Habe ich einen Knick im Gehörgang oder ist ein “O” womöglich schwieriger zu singen als ein “A”?
Bislang habe ich noch kein derartiges Hörproblem bei mir feststellen können. Sowohl das köstliche “ottos mops trotzt” (bis er kotzt) von Ernst Jandl als das nicht minder begeisternde “Otto holt große rote Rosen” von Loriot gingen problemlos durch bis zum Hirn – wo dann große Begeisterung in der Sprachregion, Abteilung Humor, erzeugt wurde.

Letztlich habe ich jedoch festgestellt, dass ich nicht zur Zielgruppe der Fernsehserie zähle (puuhh, da bin ich schon froh), was also den Kontakt mit meinem “Verhörkandidaten” auf zufällige Werbebeschallung beschränkt. Sorgen um mein Hör(un)vermögen wurden damit erstmal vertagt.

Kennen Sie sich hier aus?

Sonntag, den 6. Juli 2008

Kürzlich bekam ich eine Information des Bundesverbandes Druck und Medien e.V. (bvdm) anlässlich einer Veranstaltung in Berlin zu sehen. Um auswärtigen Besuchern das Auffinden des Veranstaltungsortes zu erleichtern, war ein übersichtlicher Lageplan erstellt worden.

Anscheinend war dieser Plan aber auch von einem besonders auswärtigen Gestalter kreiert worden. Schon bei oberflächlicher Betrachtung fielen mir Straßennamen auf, die ich so nicht in Berlin lokalisiert hätte – allen voran: „Potzdamer Platz“. Von keiner Korrekturlesung erwischt, hat es dieser Fehler geschafft, bis ins Ziel zu kommen. Potztausend!

Dann entdeckte ich jedoch, dass es ein großes Teilnehmerfeld war, dem dieses Kunststück ebenfalls gelungen war: Das Reichstagsgebäude befindet sich nach diesem Lageplan an der „Schneidemannstraße“ statt an der „Scheidemannstraße“, der „Staufenbergstraße“ ist das zweite „f“ abhanden gekommen, die „Schillstraße“ ist kurzerhand zur „Schillerstraße“ ausgebaut worden (dabei schillert es doch schon reichlich auf Straßenschildern in anderen Berliner Stadtteilen) und die namentlich profane „Entlastungsstraße“ heißt, je nachdem wo man sich auf ihr befindet, schon seit einigen Jahren „Ben-Gurion-Straße“ und „Yitzhak-Rabin-Straße“ – nur eben nicht auf diesem Plan. Ortskundige werden vermutlich noch mehr „lokale Spezialitäten“ entdecken – wer also sportlichen Fehlerfinde-Ehrgeiz verspürt, bitte hier entlang: „Die Klimainitiative der deutschen Druckindustrie“.

Wie bereits mehrfach erwähnt, weiß ich, dass einem selbst bei sorgfältigstem Korrekturlesen schnell etwas durch die Lappen gehen kann, aber diese Fehlerquote bei relativ begrenztem Terrain und übersichtlicher Textmenge ist dann doch erstaunlich.

Irgendwie erinnert das Ganze an die beliebten Suchbilder für Kinder: „Findest du die im linken Bild versteckten 10 Fehler?“

Hoffentlich haben trotz der etwas erschwerten Bedingungen alle Gäste den Veranstaltungsort gefunden und gondeln nicht noch immer durch Berlin …

Ich sehe was, was du nicht siehst …

Dienstag, den 24. Juni 2008

Zu den Eigentümlichkeiten meines virtuellen Lebens gehören “Suchbegriffe” – egal, ob im Internet im Allgemeinen und auf Anbieterseiten im Speziellen. Meine Vorstellungen sind eher von der Alltagstauglichkeit geprägt – ich gebe Begriff ein, Anbieter macht Vorschläge. Im Großen und Ganzen funktioniert das auch zu meiner Zufriedenheit. Kürzlich machte ich aber mal wieder eine Erfahrung, die in mir die Vermutung reifen ließ, dass Suchbegriffe und Schlagworte nach dem Zufallsprinzip und nicht nach dem tatsächlichen Angebot vergeben werden.

Wer suchet …

Auf der Seite eines Kaufhauses gab ich “Whiteboardmarker” ein (wohlwissend, dass derartige Ware im physischen Haus auch feilgeboten wird). Das Internet kam mit zwei Produktempfehlungen: 1. Ein Roller (auch Kickboard genannt) und 2. ein Skateboard (mit gruselgrünem Motiv). Beide Artikel in ihrer Range sicherlich sehr tauglich, aber irgendwie nicht annähernd für den Zweck geeignet, zu dem ich die Marker haben wollte.

Der kaufhäusliche Findefuchs ist nicht einmal halbwegs in die richtige Richtung gegangen. Es hätten ja wenigstens “Faserschreiber” oder “Schreibwaren” aufgezählt werden können. Nein, der kleinste gemeinsame Nenner “board” führte schon zu großem “Hallo, da haben wir etwas ganz Tolles für Sie”. Offenbar reichte die orthografische Übereinstimmung aus,  Sinn und Verstand waren mal wieder nicht gefragt.

Vielleicht ist das Vergeben von Suchbegriffen aber auch so eine oberlangweilige Tätigkeit, dass diejenigen, die dazu verdonnert werden (gibt es etwa auch Freiwillige?!), aus ihrem Selbsterhaltungstrieb einfach nur einen ganz skurrilen Humor entwickelt haben … Ich sollte meine Suchen und die daraus folgenden “Ausgrabungen” unter diesem Gesichtspunkt betrachten genießen.

Am Rande bemerkt …

Donnerstag, den 22. Mai 2008

Es war mal wieder so weit: Bügelzeit. Eine meiner ungeliebtesten Hausarbeiten. Um mich vom Elend der zu planierenden Vielfältigkeit abzulenken, schalte ich immer den Fernseher ein. Ich könnte eher ohne Bügeleisen bügeln als ohne Fernseher!

So kam ich in den Genuss (hm, naja) eines Werbespots zu “Germany’s next Topmodel”. Mehr so aus den Augenwinkeln heraus, da ich keine Querfalten ins Shirt plätten wollte, las ich: “Topfmodel”.

Stutz, guck genauer hin – nein, das stand natürlich nicht da. Aber durch die zwischen die Buchstaben “Top” und “model” gequetschte Frauensilhouette las sich das Ganze wie “Topfmodel”. Dieser Fall von Verlesung hob meine tiefpünktliche Stimmung gewaltig.

Habe dann aber doch lieber unter Einsatz einer DVD-Konserve gebügelt. “Die Herbstzeitlosen” – ein Film aus der Schweiz, in der Schweiz spielend und wirklich sehenswert (wegen des Dialektes auch hörenswert). Und: Im weiteren Sinne wird auch hier gemodelt. Nich nur das ein oder andere Leben wird “umgemodelt” …

Qual der Wahl …

Montag, den 21. Januar 2008

In Niedersachsen ist es am 27. Januar wieder so weit – es darf landtäglich gewählt werden. Das heißt, vor einigen Wochen wurden Wahlplakate in geradezu inflationärer Menge über der Stadt verstreut: Große, kleine, mit Menschen, mit-ohne Menschen. Bei einem Spaziergang fiel mir ein Plakat der Kategorie „mit-ohne Menschen“ besonders auf. Mit diesem berühmten Effekt „was ich gerade gelesen habe, steht so nicht da“ brachte es mich zum Stocken und Stehenbleiben. Da stand tatsächlich geschrieben:
Aus unseren Kindern
soll was werden:
Kostenlose Schulbücher,

Ich kenne das Bibel-Zitat „Schwerter zu Pflugscharen“ (gut, ich kenne es nicht aus der Bibel, das spielt hier aber keine Rolle), nur dass aus Kindern kostenlose Schulbücher werden sollen, das fand ich doch mehr als befremdlich. Auch die beiden Folgeargumente „Ganztagsschulen ausbauen, 100% guter Unterricht“ können m.E. die Startpanne nicht wettmachen. Irgendwie vermasselt.

Zugegebenermaßen bin auch ich durchaus eine Anhängerin von Zwei-Wort-Sätzen und anderen kurzen Formulierungen (man mag es kaum glauben, bei meinen Blog-Abhandlungen, ist aber so). Aber das Ganze muss schon einen Sinn ergeben. Keinen unfreiwillig komischen Unsinn. Besonders dann nicht, wenn die Aussage als Plakat wochenlang in zigfacher Ausführung als Stadttapete zu sehen ist.
Auf dem Plakat ist auch noch genug Platz, um das Wörtchen „deshalb“ hinter „Aus unseren Kindern soll was werden“ unterzubringen. Weshalb also so sinnbefreit/sinnentstellt?

Von der Irritation, die derartige Formulierungen beim Wähler hinterlassen mal ganz abgesehen, mit so einem Plakat kann man schnell als Zwiebelfisch bei Bastian Sick landen …

(Unter uns: Ich bin immer froh, wenn ich sagen kann „Puuuh, das hast du nicht verzapft.“ Im Eifer des Tagesgeschäfts kann einem schnell ein Fehlgriff (buchstäblich!) passieren. Da ist es hilfreich, wenn eine kritische Seele die Sachen liest, bevor sie in den Druck gehen.)

Vom Kinderspiel zum Automobil

Freitag, den 12. Oktober 2007

Kürzlich fühlte ich mich an meine Kinderzeit erinnert:
Damals gab es Bilderbücher, mit denen man “neue” Tiere kreieren konnte. Der Trick bestand darin, dass alle Buchseiten waagerecht in der Mitte geteilt waren. Die Tiere waren so gezeichnet, dass sie an der Schnittstelle dieselbe Breite hatten. So konnte man schöpferisch tätig werden und bspw. an ein gelb-braunes Giraffenoberteil ein graues Elefantenunterteil blättern. Fertig war der “Gira-fant”.

Naturwissenschaftlich interessierte Kinder haben nach intensiver Lektüre vermutlich früh verkündet, Evolutionsforscher o.ä. werden zu wollen. Andere kleine Menschen haben -unabhängig von ihrem Büchlein- beschlossen, Namenserfinder für Autos zu werden. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist der “TIGUAN” (anscheinend hat das Buch Spätwirkungen).

Ich hatte nur den Namen auf dem Titel der Autozeitung eines Freundes gelesen und blätterte voller Vorfreude zum bebilderten Artikel. Was für eine unglaubliche Enttäuschung … Das Modell hat nicht die geringste Ähnlichkeit mit einer Kreuzung aus “Tiger” und “Leguan”.

Auch in der Farbgestaltung wurde meine kindheitsgeprägte Erwartungshaltung nicht befriedigt. Nicht einmal annähernd. Oder gibt es die Auskleidung des Kofferraums mit Teppich im Tigerstreifen-Dessin (konnte man auf dem Bild leider nicht sehen)?!

Und versucht mir jetzt nicht unterzujubeln, dass der Tiger in den Tank gepackt wurde … Wo ist denn bitte der Leguan geblieben?

Ganz Deutschland fiebert mit …

Dienstag, den 7. August 2007

Wenn man der Werbung eines privaten Fernsehsenders glauben darf, lebt diese Republik in einem erwartungsvollen Fieberwahn. Der Erreger des angeblichen Fiebers soll eine Sendung namens „Gülcans Traumhochzeit“ sein: Kriegen sie sich, kriegen sie sich vorher in die Haare, lassen sie es dann doch bleiben? „Sie“ sind ein junges Pärchen, deren vom Sender kommunizierte Wichtigkeit sich nur „Prominenz“-ignoranten Menschen wie mir nicht erschließt. Denn: Nach der inbrünstigen Vortragsweise in der Eigenwerbung, gibt es für die Bewohner dieses Landes anscheinend nichts, was es auch nur annähernd an Wichtigkeit mit besagter Verehelichung auf sich nehmen kann.
Mein Wissen speist sich aus der in o.g. Werbetrailern abgespulten abgespielten Kollektion an Bild- und Tondokumenten. Und die hat mich nun wirklich nicht in fiebrige Erwartung versetzt (es sei denn, dass meine Hoffnung auf ein möglichst schnelles Vorüberziehen der Einblendung auch zählt). Und damit sind wir bei meinem eigentlichen Problem, der unberechtigten Vereinnahmung meiner Person: „Ganz Deutschland fiebert mit …“ Frei nach „Asterix & Obelix“ kann ich da nur sagen „Ganz Deutschland?“
NEIN, nicht ganz Deutschland fieberwahnt in diesem Zusammenhang vor sich hin. Nach einer Umfrage im Kreise meiner Lieben kann ich versichern, dass keiner der Befragten auch nur eine im Zehntelbereich befindliche Temperaturerhöhung „erlitten“ hat, vor lauter Anspannung, das Finale dieser Doku zu sehen. Um genau zu sein: Die meisten wussten nicht mal, wovon ich spreche. Die waren offenbar nicht mal in die Nähe des Fiebererzeugers gekommen!
Ich würde es also begrüßen, wenn alle Fernseh- und Radiosender, sowie sonstige Meinungsbildner, künftig die vermutlich aus diffusen Allmachtsfantasien genährten Formulierungen „Ganz Deutschland/Niedersachsen/Hannover …“ mit dem Zusatz „Mit Ausnahme von Frau H. aus H. … (und ggf. weiteren Ausnahmen)“ versehen. Es sei denn, man hat tatsächlich die Zustimmung von allen „ganz Irgendwo“-Bewohnern. Was mir im Zusammenhang mit Sendungen in der Art der o.g. Dokureihe doch eher unwahrscheinlich erscheint.

Leinen los …

Sonntag, den 15. Juli 2007

Bügel-Enthusiasten und Menschen, deren Kleidung fremdgeglättet wird (die Glücklichen!), greifen ohne Bedenken ganzjährig zum Leinenstöffchen, alle anderen meist nur in der warmen Jahreszeit, wenn man gern etwas Kühles auf der Haut hat.
Denn: Leinen lässt sich nur unter massivem Körpereinsatz faltenfrei bekommen. Und kaum hat man das mühsamst planierte Kleidungsstück angezogen, sieht das undankbare Teil aus, als hätte es sein Lebtag noch nie unter einem Bügeleisen gelegen!
Dann kommt von irgendjemandem der unvermeidliche und auch nicht wirklich tröstende Satz, der für mich aber DAS Beispiel für erstklassiges Marketing ist: „Leinen knittert edel.“
Wem auch immer dieser Spruch zuerst in den Sinn und dann über die Lippen kam, sie/er hat es geschafft, denn mit diesem Satz wird einem ein absoluter Produktnachteil auch noch als besonderes Qualitätsmerkmal verkauft!
Verblüffend. Noch verblüffender finde ich aber das beifällige Nicken sogar von Leuten, die sonst unter die Rubrik „kritische Konsumenten, nicht veräppelbar“ fallen.
Das muss man erstmal toppen …

Un-Limette-d Edition

Montag, den 11. Juni 2007

LimetteWas ist klein und grün? Nein, es ist kein Frosch. ES ist die Limette.
Sie ist für mich derzeit das augenfälligste Beispiel für Alltagsdurchdringung:
Sie steht mit mir unter der Dusche, schäumt in meinen Haaren und duftet als Körperspray an mir herum. Zum Frühstück gibt es Toastbrot mit Marmelade (natürlich mit Limettenstückchen). Als kleinen Snack am Vormittag esse ich einen Joghurt mit … Limette.
In Form von Schokolade mit Limettenfüllung schleicht sie sich als Süßware in meinen Einkaufskorb. Für Schokoladenabstinente hat sie es sich bereits im Eis bequem gemacht.
Und am Abend hat sie ihren ganz großen Auftritt als zentraler Bestandteil einer Caipirinha. Das nenne ich ein eifriges Früchtchen.
Die Zitrone hat Jahre gebraucht, um sich aus dem Putzschrank in den Kühlschrank vorzuarbeiten. Und unter die Dusche, an unseren Körper hat sie es nie richtig geschafft. Zu sehr ist der Gedanke an sie mit ihren Leistungen als putzteuflisches Helferlein verknüpft.
Die Limette hat ihren Einstieg ins Show-Business anders angefangen: Sie kam luxuriös als Praliné vorgefahren. Das wertet ihre neuen „Kleider“, so profan sie auch sein mögen, auf. Sie kann es sich sogar leisten, im Geschirrspülmittel aufzutreten.
Die Zitrone ist das Arbeitstier, sie regiert in Haushaltsreiniger, WC-Reiniger, Scheuermilch usw. – das führt dazu, dass ihren neuen Produkten irgendwie das Außergewöhnliche, die Exklusivität fehlt. Sie wird es wohl nie bis ganz nach oben schaffen.
Ich bin gespannt, wie lange die Limette sich noch an der Spitze hält und in welchen Neuheiten sie aufwartet. Aber irgendwann wird sie wohl völlig ausgequetscht sein, während uns die Zitrone als treue Seele erhalten bleibt.