„An Gleis 39 wird für Sie bereitgestellt …“
Samstag, den 23. Juni 2007Sie ist im sonnigen Kalifornien gelandet – die Raumfähre „Atlantis“. Mit ihr sind auch sieben Astronauten wieder sicher auf die Erde zurückgekehrt. Meine Begeisterung für dieses Unterfangen hat weniger mit den technischen oder menschlichen Leistungen zu tun. Mich entzückt in diesem Zusammenhang vielmehr die deutsche Sprache.
Wo auch immer etwas in den Weltraum befördert wird, geschieht das im Amerikanischen meistens von einem „Space Center“ aus. Erst bei der Synonymejagd für längere Artikel taucht auch schon mal „Space Station“ auf.
Im Deutschen heißt es seltener „Raumfahrtzentrum“. Wir haben meist die Direktübersetzung in „Weltraumbahnhof“. Was mich gedanklich stolpern lässt: „Bahn“?! In meinem Kopfkino sehe ich förmlich einen Regionalexpress mit dem relativ nahen Ziel „Mond“ bzw. bei Flügen zum Mars einen IPE (Inter-Planet-Express) vor mir – und zum Saturn gibt es eine Ringlinie.
“Weltraumbahnhof“ klingt einerseits galaktisch modern (ohne protzig zu sein) und andererseits beruhigend vertraut (nein, nicht nur wegen der häufigen Verspätungen beim Start …).
Frage am Rande: Gilt meine Bahncard auch im IPE?!
Da wird zum Beispiel die Frage gestellt „Wie heißt der Flughafen von Lissabon?“. Eine Frage, die man umgehend und kompetent beantwortet bekommt, wenn man „Flughafen Lissabon“ bei seiner Lieblingssuchmaschine eingibt.
Gestern kam ein Umschlag mit einer neuen Plastikkarte. Offenbar ist mit dem Ablaufdatum der alten Karte auch mein Leben als „Frau H. aus H.“ abgelaufen, denn ich wurde sowohl im Adressfeld als auch in der Anrede mit „Herr H. aus H.“ angesprochen. Erfreulicherweise darf ich meinen Vornamen Susanne weiterführen. Was die Kombination allerdings noch skurriler wirken lässt. Erinnert ein bisschen an die Textzeile in dem Song von Johnny Cash „Boy named Sue …“
Ich habe in der Liste der Wettbewerbsteilnehmer etliche entdeckt, die ich durchaus noch häufiger einsetze. Es waren aber auch viele dabei, die ich schon lange nicht mehr verwendet habe. Dabei ist es doch ganz einfach – sie sind schließlich in meinem Kopf. Ich muss ihnen nur den Weg zu Tastatur und Stift zeigen, schon sind sie sichtbar.
Was ist klein und grün? Nein, es ist kein Frosch. ES ist die Limette.
Die Evolution hat der Bürowelt interessante Tierarten beschert. Der Saurier unter den Bürotieren dürfte wohl der Leinenfrosch sein. Sein Biotop ist die Hängeregistratur. Genauer gesagt, die „Hängetasche für ungelochtes Schriftgut, seitlich mit Leinenfröschen verschlossen.“.
Ich habe beschlossen, für den Fall, dass das Betreuungsgeld kommt, werde ich hier in Hannover erstmal einen Antrag auf Bezuschussung meiner Balkonbepflanzung stellen. Was ich hier an Parkanlagen alles nicht nutze (aus Zeitgründen – ich hoffe, das Argument mindert meine Anspruchsberechtigung nicht), da kann die Stadt froh sein, dass mein Balkon so klein ist! Außerdem könnte man vielleicht auch einen Zuschuss zu einem winzigen Teich gewähren? Die Badeteiche, in denen ich nicht rumdümpele, sind so was von zahlreich. Museen besuche ich schon ganz gern, aber so ein nettes kleines Exponat müsste für diverse Nicht-Besuche noch rausspringen. Nur bitte nicht den