Archiv der Kategorie ‘Rezept / Essen‘

Fisch am Freitag (3)

Freitag, den 16. Juli 2010

Der heutige Fisch kommt als Frucht daher. In der Biologie heißt dieser Versteckversuch eines Tieres „Phytomimese“ (bspw. sehen manche Raupen wie ein toter Ast aus oder eine Schreckenart wie ein Blatt usw.). Mit all diesem „Make-Up“ versuchen Tiere Fressfeinden zu entkommen – ich wüsste jetzt auf Anhieb auch kein Tier, dass einen toten Ast auf dem Speiseplan hat.

Auf die Idee zu kommen, sich als äußerst leckere Birne zu verkleiden (man schmeckt kein bisschen Fisch heraus und Gräten gibt es auch keine), halte ich allerdings für eine absolut misslungene gelungene Tarnung. Sehr ungeschickt liebe Forelle, damit wird die Zahl der Fressfeinde doch noch um Vegetarier erhöht

Mehr zum Thema Fisch wie jeden Freitag bei Fischers Fritze Riegers Anja.

Fisch am Freitag …

Freitag, den 25. Juni 2010

Ein wasserscheuer Fisch – absolut von Pappe: das ist mein Beitrag zum Freitagsmenü.
Bei einem gemütlichen Einkaufsstöbern habe ich diese netten Serviettenringe entdeckt. Jeweils zwei Ringe und zwei Fische sind vorgestanzt auf einer Karte (ein Set enthält 3 Karten), lassen sich auch von Menschen mit zwei linken Bastelhänden erst raus- und dann zusammendrücken. Künstlerisch Begabte können natürlich Ring & Fisch noch nett gestalten. Hungrige rollen einfach die Serviette, schieben sie durch die Braunpappe und setzen sich zu Tisch/Fisch. Guten Appetit!
Ein wahrer Fischers Fritze ist übrigens hier zu finden – jeden Freitag wird Frischfisch angelandet

Ich kam, saß und hatte Spaß

Sonntag, den 30. Mai 2010

Ich war in der letzten Woche mehrmals mit der Deutschen Bahn unterwegs und hatte – wie schon so oft, was aber von anderen immer angezweifelt wird – Spaß während der Fahrten. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mein Vergnügen in relativ schlichten Begleiterscheinungen finde (nein, dreckige Waggonböden mit klebstoffähnlicher Haftkraft, Mobilfon-Nutzer/innen, deren Lautstärke jeden Fischmarktverkäufer vor Neid erblassen lässt u.ä. zählen nicht dazu).
Die jüngste Freude meinerseits bescherte die Rückenlehne des Sitzes vor mir, denn sie hatte mich gleich ganz fröhlich „angelächelt“:

Und wenn man an der „Sitznase“ dreht, hält die Lehne einem sogar hilfsbereit ein Tablett entgegen.
Das nenne ich mal eine auch aus PR-Sicht durchdachte Innenausstattung: Wer mag da trotz reichlich aufgesammelter Verspätung noch garstig werden, wenn einem während der gesamten Fahrt so ein freundliches Möbel gegenübersteht?

Auch die Plakat-Aktion „Gutes Essen, böses Essen?“ zu zwei neuen Spezial-Beilagen der ZEIT über die richtige Ernährung hat mich begeistert – vornehmlich weil ich sie im Hauptbahnhof von Essen entdeckte. Direkt neben dem Bahnhofsschild „Essen“ …

Im Zuge der „Ruhr.2010 – Kulturhauptstadt Europas“ gehe ich natürlich davon aus, dass es sich zumindest innerhalb der Stadtgrenzen nur um „Gutes Essen“ handeln kann. Alles andere wäre doch wenig werbewirksam.

Schnittlauch von Welt

Freitag, den 14. März 2008

Die „Reiselust“ von Obst und Gemüse ist schon erstaunlich:
Ananas beispielsweise kommt meist per Schiff zu uns. Wohlhabende Ananasfamilien schicken ihre Sprösslinge aber durchaus auch mal mit dem Flugzeug ins ferne Deutschland.
Bananen starten ihre Schiffsreisen meist noch vor dem Einsetzen der Pubertät – wenn sie dann hier ankommen, haben sie diese für alle doch etwas anstrengende Reifezeit überstanden.

p3120140_schnittlauch.jpgDass jetzt aber auch Schnittlauch, dessen Anbau unter hiesigen klimatischen Bedingungen nun wirklich nicht gerade ungewöhnlich ist, aus fernsten Landen anreist, hat mich doch mächtig verdutzt: Als ich im Supermarkt einer fremden Stadt keinen Schnittlauch im Topf bekam, entdeckte ich gebeutelten – was für Luxusstänglis, normalerweise gibt es topflosen Schnittlauch als loses Büschel mit einem profanen Gummiband um den Bauch. Wie überrascht war ich, als ich zu Hause entdeckte, dass dieser Lauch ganz aus Indien zu uns gekommen war. Hier hat man ihm nur noch sein Folienkleid angezogen (ein deutscher Betrieb stand als Abpacker auf dem Etikett). Hätte ich niemals gedacht.

Bei Exoten, die in unseren Breitengraden nicht wachsen wollen oder können, kann ich durchaus nachvollziehen, dass sie einen längeren Anfahrtsweg haben. Aber Einheimische wie Äpfel, Kartoffeln, Möhren, Spargel usw. müssen für mich wirklich nicht um die halbe Welt kariolt werden. Und Schnittlauch auch nicht. Da habe ich jetzt ein Auge drauf.

„Dosenfutter“ auf Gourmet-Art

Donnerstag, den 20. Dezember 2007

Letzte Woche rief mich eine Freundin an, um mir mitzuteilen, dass Jamie Oliver (ja, der begnadete und witzige Koch aus England) in einer Fernsehshow kocht, die normalerweise nicht auf meinem TV-Speiseplan steht.

Mit einem Jamie Oliver als Gast, änderte sich das natürlich schlagartig: Ich schaltete den Fernseher ein und hockte mich erwartungsvoll aufs Sofa. Was soll ich sagen/schreiben – ich wurde mal wieder total überrascht. Der Meister des unkonventionellen Kochens hat erneut einen echten „Oliver’s Twist“ vorgeführt.

Unter Verwendung einer blechernen Keksdose (den Deckel mit einigen Löchern versehen), verschiedener Kräuter, einer guten Handvoll Sägespäne und einem Stück Alufolie baute J.O. einen Kleinsträucherofen (um diesbezügliche Rückfragen zu vermeiden, das heißt Kleinst-Räucherofen und nicht Klein-Sträucherofen!), der auf einem ganz normalen Herd funktioniert: Dosenboden mit Kräutern (Rosmarin usw.) und Sägespänen bedecken, Alufolie drauflegen und darauf einfach ein paar ausgesucht schöne Stücke Lachs legen. Fertig.

In seiner heimischen Küche gibt Herr O. im wahrsten Sinne des Wortes Gas. In Deutschland stehen die Brandschutzbestimmungen der Verwendung von Gas in Studioküchen wohl entgegen. Dort bereitet man den Menüs per Induktionsherd einen heißen Abend. Das erforderte für die Lachsräucherei etwas veränderte Zubereitungszeit, klappte aber auch.

Die anderen anwesenden Köche/Köchinnen waren zum einen von der eher campingmäßigen Zubereitungsart und zum anderen von dem wohl doch leckeren Geschmack des Ganzen geradezu verblüfft. Man gratulierte sich gegenseitig zu den gelungenen Ergebnissen – schließlich waren die anderen ja nicht nur zum Probieren da, die mussten auch selbst etwas brutzeln. Das ebenfalls beköstigte Publikum war auch begeistert.

Ich denke, dass ich diese Art der Lachszubereitung unbedingt auch mal ausprobieren werde. 1. liebe ich warmen geräucherten Fisch, 2. freue ich mich, wenn Dinge außer ihrem eigentlichen Nutzen (in diesem Falle Keks-/Konfektaufbewahrung) noch wunderbare Zusatznutzen haben und 3. – last not least – wie es im Englischen heißt: Ich habe den perfekten Vorwand, mir eine Riesendose „Cadbury Roses“ zu kaufen. Das bedeutet, 1,3 kg wunderbarste Schokoladen- und Toffee-Mischung können unter dem Deckmäntelchen der experimentellen Küche bei mir Einzug halten. Jaaa!

Was mir bei der Zusammenstellung der Kochutensilien noch aufgefallen ist: MacGyver hätte daraus vermutlich auch ein ozeantaugliches Boot für zwei Personen machen können.

Falls ich vor Weihnachten nichts mehr hier veröffentliche (und die Chancen stehen gut, dass ich es nicht mehr tue), wünsche ich schon mal heute allen fröhliche Festtage! Ob mit Lachs oder Zweimannboot oder wie auch immer – macht es euch so nett wie es nur geht.

Un-Limette-d Edition

Montag, den 11. Juni 2007

LimetteWas ist klein und grün? Nein, es ist kein Frosch. ES ist die Limette.
Sie ist für mich derzeit das augenfälligste Beispiel für Alltagsdurchdringung:
Sie steht mit mir unter der Dusche, schäumt in meinen Haaren und duftet als Körperspray an mir herum. Zum Frühstück gibt es Toastbrot mit Marmelade (natürlich mit Limettenstückchen). Als kleinen Snack am Vormittag esse ich einen Joghurt mit … Limette.
In Form von Schokolade mit Limettenfüllung schleicht sie sich als Süßware in meinen Einkaufskorb. Für Schokoladenabstinente hat sie es sich bereits im Eis bequem gemacht.
Und am Abend hat sie ihren ganz großen Auftritt als zentraler Bestandteil einer Caipirinha. Das nenne ich ein eifriges Früchtchen.
Die Zitrone hat Jahre gebraucht, um sich aus dem Putzschrank in den Kühlschrank vorzuarbeiten. Und unter die Dusche, an unseren Körper hat sie es nie richtig geschafft. Zu sehr ist der Gedanke an sie mit ihren Leistungen als putzteuflisches Helferlein verknüpft.
Die Limette hat ihren Einstieg ins Show-Business anders angefangen: Sie kam luxuriös als Praliné vorgefahren. Das wertet ihre neuen „Kleider“, so profan sie auch sein mögen, auf. Sie kann es sich sogar leisten, im Geschirrspülmittel aufzutreten.
Die Zitrone ist das Arbeitstier, sie regiert in Haushaltsreiniger, WC-Reiniger, Scheuermilch usw. – das führt dazu, dass ihren neuen Produkten irgendwie das Außergewöhnliche, die Exklusivität fehlt. Sie wird es wohl nie bis ganz nach oben schaffen.
Ich bin gespannt, wie lange die Limette sich noch an der Spitze hält und in welchen Neuheiten sie aufwartet. Aber irgendwann wird sie wohl völlig ausgequetscht sein, während uns die Zitrone als treue Seele erhalten bleibt.

Vorbei mit der Mohn-otonie

Montag, den 4. Juni 2007

Ich esse von Brötchen am liebsten die Unterteile, zumindest wenn sie als halbes Brötchen erscheinen. Bei Klappbrötchen bin ich nicht so wählerisch.
Frühstücksmäßig führe ich also das Leben eines Eigenbrötlers. „Du willst wirklich das Oberteil gegen das Unterteil tauschen?“ Zusammen mit dieser Frage bekomme ich von meinen Mitfrühstückern immer einen Blick zugeworfen, als hätte ich meinen Tauschwunsch in einem Bekleidungsgeschäft vorgetragen und anscheinend beschlossen, fortan den Pullover als Hose zu tragen.
Ihr Befremden hindert Tausch-Neulinge nicht daran, mir ein dünnes Brötchen-Unterteil zu geben, um dann mein noch mit fluffiger „Brötchenseele“ gefülltes Oberteil in Empfang zu nehmen. Familie und Freunde schneiden ihre Brötchen gerechter durch! Den Anfängern muss ich auch noch erklären, weshalb ich lieber die unbemohnte, unbekürbiskernte oder sonst wie unbestreuselte untere Hälfte esse, als die üppig garnierte obere.
Es hat nichts mit der Garnitur zu tun, es ist eine Frage der Stabilität:
Unterteile liegen flach auf dem Teller, aufgestrichener Honig bleibt gleichmäßig verteilt, selbst wenn ich das Brötchen nicht umgehend einsauge. Oberteile schaukeln, sind ewig schief. Erst eiern sie beim Bestreichen rum, dann läuft alles unterhalb der Konsistenz von Leberwurst in irgendeine Ecke. Doof.
Und dann noch das Abbbeißen: Das Standardbrötchen hat ja so eine hübsche Kerbe in der Mitte. Manchmal ist sie aber so tief, dass die beiden Hälften der Hälfte (also insgesamt zwei Viertel, wenn ich richtig gerechnet habe) im Moment des Zubeißens zusammenklappen. Auch doof.
Das mir Unangenehme ist also nicht die Bestreuselung des Brötchens. DIE hätte ich auch sehr gerne. Ich verzichte lediglich aufgrund der o.g. „Konstruktionsmängel“ auf diese leckeren Zutaten. Nun haben viele Bäcker angefangen, Kerne auch in den Teig einzurühren, ich bekomme also zumindest eine verweichlichte Körner-Anmutung – leider ohne den leckeren Knusperbackgeschmack, aber immerhin. Nur: Bei meinen Lieblingsbrötchen (Mohn) macht das keiner!
Aber seit kurzem weiß ich, wo auch Sonderlinge wie ich berücksichtigt werden. Ich habe hier in Hannover eine Bäckerei (mit mehreren Filialen) entdeckt, bei der es rundum bemohnte Brötchen gibt. Hurra! Vorbei die Zeiten des Verzichts. Wenn Mohn, dann Vollmohn.

Wo bleibt hier die Ausgewogenheit?

Sonntag, den 20. Mai 2007

waage

Gelis Kommentar zum Männersalat / Frauensalat bringt mich mit einem kleinen gedanklichen Hopser in die wundersame Welt des Zu- und Abnehmens bei Männern und Frauen:
Nimmt ein Mann zu, arbeitet er sich über die Zwischenstadien „Prinzenrolle“, „Schwimmring“, „Bäuchlein“ zum „Bauch“ hoch. Immer schön Platzgewinn im Mittelfeld. Schlimmstenfalls bis zur „Wampe“.
Nimmt Mann ab, nimmt er auch genau dort, im Bauchbereich, ab.

Wenn eine Frau zunimmt, ist sie nicht so ortsgebunden wie die Herren. Bei ihr zeigt sich ein bisschen Speck am Bauch, eine leichte Verbreiterung des Hecks und eine größere, Standfestigkeit vorgaukelnde, Stämmigkeit an den Oberschenkeln. In Menge und Ausprägung alles durchaus variabel auf der nach oben offenen Weich-und-flauschig-Skala.
Nimmt Frau ab, ist es mit ihrer gewichtigen „Multitaskfähigkeit“ schnell vorbei. Abgenommen wird nämlich zuerst am Busen. Unabhängig davon, ob an ihm vorher überhaupt zugenommen wurde.

Merkwürdigstgemeinundungerecht.

Männersalat / Frauensalat

Samstag, den 19. Mai 2007

Wo ich gerade so schön beim Thema Essen bin … Langjährige Beobachtungen im Familien- und Freundeskreis belegen, dass es geschlechtsspezifische Interpretationen des Wortes „Salat“ gibt.
Wenn ein Mann gefragt wird „Wie wär’s mit einem Salat?“, ziehen vor seinem inneren Auge sofort große Schalen auf, die mit Nudel-, Kartoffel-, Eier-, Wurst- oder Fleischsalat bis über den Horizont gefüllt sind. Alle in der extrem gehaltvollen Variante „mit Mayo“. Ein guter Salat muss erst mit viel Muskeleinsatz aus der Schale gestemmt werden, um dann mit einem satten Blotsch vom Löffel auf den Teller zu klatschen.
Erkennbar sind Männersalate auch am Instrumentarium fürs Umfüllen – es genügt 1 Löffel (nicht zu klein). Durch die Mayonnaise entwickeln die Salatbestandteile nämlich eine gewisse Neigung zur Feststoffbildung, was einen zweiten Löffel oder gar ein Salatbesteck absolut entbehrlich macht. Die zutatenbedingte Formbeständigkeit lässt den Salat aber auch nach längerer Zeit jung aussehen. Aufgrund ihrer Zusammenstellung erscheinen Männersalate insgesamt etwas monochrom.
Die Frau denkt womöglich auch an die o.g. Salate, aber in ihrer Salatvorstellung ist immer ein hoher Anteil an Grünzeug enthalten (nicht nur Dekopetersilie und ein paar Gürkchen). Wenn ihr nicht sowieso gleich eine Schale voller „Merkwürdigkeiten“ wie Feldsalat, Kürbiskerne, Rucola, Fenchel, Tomaten u.ä. vorschwebt. Alles mit einem leichten Dressing. Wo es passt, auch gern noch ein bisschen gehobelter Parmesan.
Zum Portionieren müssen 2 Löffel bzw. ein Salatbesteck verwendet werden, da die Leichtigkeit und die wenig adhäsive Neigung der Bestandteile den Salat etwas rutschig machen. Leider ist der Frauensalat optisch nicht sehr alterungsbeständig. Die Zutaten fallen recht schnell zusammen und verlieren meist ihr gesundes Aussehen. Aber wenn sie an den Start gehen, sind sie echte Hingucker auf dem Tisch.
Es hat also alles seine Vor- und Nachteile …
Ich habe allerdings auch bei den Salat-Essern schon Grenzgänger gesichtet: Männer, die viel Grünzeug essen. Manche sogar freiwillig, gänzlich ohne Bedrohung.
Frauen, die hellsoßigen (da ist aber mit Sicherheit etwas Joghurt drin!) Nudelsalat lieben, dazu noch eine Frikadelle. Leckerst!

Bärenstarke Sache

Freitag, den 18. Mai 2007

Morgen wird gemeistert in der Fußball-Bundesliga. Ich bin ja bekennende Unsportlerin, doch auch ich habe einen Beitrag zur Meisterfeier:

2 l grüne Götterspeise machen, dabei aber die Pulvermenge für 4 l nehmen, damit sie richtig fest wird; Zuckermenge wie für 1 l = 16 Esslöffel, damit man keinen Zuckerschock bekommt und einem die Zähne nicht mit „Blitzkaries“ perforiert werden.
Alles in eine Auflaufform gießen und kalt stellen. Auf den festen kalten Pudding mit zerlassener weißer Kuvertüre das Spielfeld aufmalen. Ich habe dazu eine Flasche für Haartönung genommen (ungebraucht natürlich!), die hat so einen praktischen Rüssel zur Feindosierung. Zügig arbeiten, bevor die Kuvertüre in der Buddel versteinert und alles verstopft. Keine Angst: Falsch gemalte oder verwackelte Linien kann man einfach hochnehmen, wenn die Kuvertüre fest ist – und das wird sie auf dem kalten Pudding umgehend. So nascht man sich zum korrekten Spielfeld.
Dann noch Fähnchen aus gelbem Papier (Haftnotizzettel sind hervorragend geeignet) und Zahnstochern basteln und in die Ecken pieksen.
Jetzt kommt der grausame Teil: Damit die Gummibären-Mannschaften sicher auf dem Feld stehen, werden ihnen kleine Holzpflöcke (halbe Zahnstocher) in den Po gesteckt. (Ich will zu diesem Teil des Rezeptes keine Kommentare bekommen … Vielen Dank! :-) )
Ab auf den Platz mit der Truppe.
Die Schiedsrichter sind übrigens Lakritzbären, die Rolle des Balles übernimmt eine Kaugummikugel oder eine Zuckerperle (da stimmen dann auch die Proportionen).

Wahre Künstler stürzen den Pudding (nach Möglichkeit vor der Dekoration …) noch auf eine Platte, damit man die grüne Pracht ganz sieht – dann kann man mit den restlichen Teddys auch noch eine Publikumskulisse schaffen. Dazu die Bären nett drapieren und nicht einfach nur um das Spielfeld herum streuseln … sonst sieht es aus, als wäre das Publikum schon vor dem Anpfiff sturztrunken.

Und jetzt flott losgelegt, der Glibberpudding soll noch fest werden, damit die Mannschaften nicht im „Treibrasen“ versinken.

fusball.jpg