Archiv der Kategorie ‘Jungs & Mädels‘

Kein Wischi-Waschi

Mittwoch, den 29. Juni 2011

Es zeichnete sich schon seit einiger Zeit ab, dass sie es nicht mehr lange machen wird. Vor ein paar Tagen war es dann soweit, meine Waschmaschine segnete das Zeitliche. Ein neues Modell zeigte sich zwar schon am Horizont des Wäschekorbes ab, aber die Zeit bis dahin …

Ich suchte nach einem Waschsalon. Meine – zugegebenermaßen viele Jahre alten – Erinnerungen an derartige Etablissements sind nicht besonders positiv. Meist waren es Orte bar jeglichen Wohlfühlanspruches – grelles Neonlicht, Mobiliar, das sich eher an Haltbarkeit denn an Bequemlichkeit orientiert, kurz: Eine Einrichtung, die die Pflegeanleitung „Problemlos mit dem Dampfstrahler zu reinigen“ trägt.

Aber die Zeiten haben sich geändert, zumindest bei den Waschweibern. Hier kann man, während man darauf wartet, dass sich die Wäsche sauber turnt, lecker essen und trinken.

Bei schönem Wetter sitzt man draußen, ansonsten macht man es sich drinnen nett, wirft zwischen Flammkuchen und Latte Macchiato die Wäsche von der „Ria“ in den „Nick“ und lässt es sich gut gehen.

Die diensttuenden Waschmaschinen sind Persönlichkeiten. Jedenfalls tragen sie Namen, wie Esmeralda, Sotiria oder auch Beatrice, Wäsche trocknen ist hier absolute Männerarbeit, die Trockner heißen bspw. Nicolas oder Siegfried. Da kommt ein völlig neues Verbundenheitsgefühl zu den Gerätschaften auf.

Das Publikum ist bunt gemischt, hinter der Theke stehen fröhliche Leute, die Neulingen gern den Umgang mit dem Maschinenpark zeigen und sich schnell um das Bestellte kümmern.

Und sonntags ab 20:15 Uhr – wenn alle Waschmaschinen und Trockner schon schlafen – wird gemeinsam „Tatort“ geguckt. Dann ist die Zeit der weißen Westen vorbei …

Steinzeit & flotte Feger

Samstag, den 27. Februar 2010

Als bekennende und sehr aktive Nicht-Sportlerin hält sich auch mein Interesse an Sportübertragungen im Fernsehen in Grenzen. Die Wettbewerbe der olympischen Winterspiele in Kanada sind daher nicht bestimmend für meinen Tagesplan, sondern laufen eher zufällig über meinen Fernsehschirm. Eine Sportart hat aber meine Aufmerksamkeit geweckt: Curling

Speziell das Equipment hat es mir angetan:
Der Curlingstein wiegt ca. 18 kg und besteht aus poliertem Granit. Auf seiner Oberseite befindet sich ein Handgriff, der nicht nur dem Transport, sondern auch der Steuerung dient (Curlrichtung). Eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Bügeleisen ist nicht zu übersehen.

Gespielt wird auf einer gut 45 m langen Eisbahn:
Sobald der Spieler in einer Art Kniefall mit Rutschpartie den Stein in Richtung Ziel aus der Hand gelassen hat, gibt er (für Außenstehende nicht unbedingt verständliche) Anweisungen an seine Mitspieler, die jeweils mit einem Besen bewaffnet sind und als flotte Feger vor dem Stein rumfuhrwerken, wenn der Lauf verlängert werden soll (energisches Beseln schafft einen Wasserfilm auf dem Eis und erleichtert so dem Stein die Fahrt).

Ich war ganz erstaunt, wie feinfühlig Curling-Spieler den Stein auf seine Reise ins Ziel (= Haus) bringen. Aus spieltaktischen Gründen setzen sie ihn als Guard auch mal in den „Vorgarten“ besagten Hauses, um bereits darin befindliche eigene Steine zu schützen bzw. versuchen gegnerische Steine (es spielen immer zwei Mannschaften gegeneinander auf einer Bahn) aus dem Haus zu schubsen.

Am interessantesten fand ich jedoch, dass Herren*, die bei anstehenden Hausarbeiten Besen und Bügeleisen gern weiträumig umfahren, Variationen dieser Geräte gern und geschickt bedienen, wenn die zu verrichtende Tätigkeit als Sport verkauft wird.

Meine Bitte an die entsprechenden Hersteller: bringt doch mal einen Bügelbrettbezug mit Curlingbahnbedruckung auf den Markt. Und ein Bügeleisen in Curlingstein-Optik (die arbeitserleichternde Spitze sollte aber erhalten bleiben). Und einen Besen, der es in Aussehen und Stabilität mit einem Curlingbesen aufnehmen kann.

Ich kann es kaum erwarten, den ersten Herrn im Tiefflug ans auf Kniehöhe eingestellte Bügelbrett schlittern zu sehen, wo er die Falten auf Hemden und Hosen mittels Curlingeisen aus dem Haus befördert.

*ja, ich weiß, dass es auch Männer gibt/geben soll, die von Bügeleisen und Besen nicht lassen können – sollten diese Exemplare noch Kapazitäten haben, könnte gerade in Zeiten des drohenden Frühjahrsputzes der Aufbau eines mobilen Plätt- & Putzteufelchen-Geschwaders in Erwägung gezogen werden …

Innenstadtbelebung der anderen Art

Sonntag, den 20. Dezember 2009

Die Üstra bietet in der Weihnachtszeit eine temporäre Unterbringung für Einkaufspakete an, so dass der Beutezug durch die Geschäfte ungehindert fortgesetzt werden kann und an einigen Stellen kann man seine Kinder in qualifizierte Kurzzeitbetreuung geben. Was aber macht frau mit Männern, die leichtfertig erklärt haben, dass sie mit zum Einkaufen in die Stadt kommen?! (Putzigerweise fällt beiden erst ein, dass es ihnen schon im letzten und vorletzten und vorvorletzten Jahr nicht gefallen hat, gemeinsam durch die diversen Einkaufstempel zu ziehen, wenn sie wieder vor einer Ladentür stehen.)

Dieses Jahr bietet Hannover Frauen eine besondere Form der Männeraufbewahrung an: Seit Wochen wird das alte Kröpcke-Center sorgfältig in Trümmer gelegt. Da etliche Außenwände bereits entfernt wurden, sind die kleinen Bagger in den oberen Geschossen wunderbar bei ihrer Arbeit zu beobachten. Ich kam bei verschiedenen Durchquerungen der Innenstadt in den Genuss des Anblicks zahlreicher Herren, die -mit Kommentaren nicht sparend- den organisierten “Steinbruch” verfolgten. Insgeheim hoffen bestimmt einige darauf, dass ein hauptamtlicher Baggerfahrer unpässlich ist und ein Herr aus dem Publikum um tatkräftige Mithilfe gebeten wird, um den Zeitplan des „Rückbaus“ (neuarchitektonisch für Abriss) einhalten zu können.

Abenteuerspielplatz für Große

Also, platzieren Sie Begleitherren beim Kröpcke-Center – das Kind im Manne wird sich freuen und sogar ein Überziehen der vereinbarten Abholzeit klaglos hinnehmen. Wenn die weiteren Umbauarbeiten auch so publikumsfreundlich gehalten werden, wird die Innenstadt noch auf die Top-Five-Liste hannoverscher Ausflugsziele kommen. Vielleicht liegt hier der Schlüssel zur Steigerung des Umsatzes im Einzelhandel, einer Verbesserung der Arbeitssituation im Baugewerbe und der Befriedung kleiner innerfamiliärer Einkaufskonflikte.

Die Stadtplaner sollten sich schon mal Gedanken machen, welche städtebaulichen „Versteinerungen“ im Anschluss an das Kröpcke-Center „umdekoriert“ werden sollten.

Bed Peace & Kissenschlacht

Mittwoch, den 25. März 2009

Vor genau 40 Jahren verzogen sich John Lennon und Yoko Ono für eine Woche ins Bett ihrer Suite im Amsterdamer Hilton-Hotel um für den Frieden zu demonstrieren. Schlafanzüglich ganz in Weiß empfingen sie die Presse, das “Bed-in” war geboren.

Wenn ich heute so auf die Welt gucke, kann ich nur sagen: Es ist Zeit für ein neues Bed-in. Wie das mit dem Frieden geht, haben wir ja immer noch nicht gelernt – also, rein in die Federn und nachsitzen (wohl eher nachliegen). Denn: Wer im Bett liegt, lässt sich maximal zu einer Kissenschlacht hinreißen und die einzigen, die dabei zu Schaden kommen können, sind Nachttischlampen, Keksschalen, Tassen und Brillen.

Und das Wetter ist im Moment sowieso eher zum Decke über den Kopf ziehen. Passt also alles wunderbar zu einer Neuauflage des 69er Bed-ins. Friedensgespräche der schönsten Art. Ach, John Lennon fehlt wirklich. Der Mann hatte einen Blick für das Wesentliche!

Großstadtdramen?!

Dienstag, den 30. September 2008

Als ich vor ein paar Tagen nach Hause kam, stand unsere Hausmülltonne in folgender Ausstattung vor mir:

p9230215_tonne.jpg

War es eine Verzweiflungstat eines oder einer Beziehungsgeschädigten?
Welche Dramen haben sich da womöglich unter dem schützenden Dach unseres Mehrfamilienhauses abgespielt?
Vielleicht ist es aber auch nur das „Kunststück“ eines Menschen mit herrlich skurrilem Humor. Sollte diese Meinungsäußerung aber tatsächlich Ergebnis einer Krise sein, so hoffe ich, dass dieselbe mittlerweile überstanden ist. Das Schild war jedenfalls nach zwei Tagen weg und in der Tonne befand sich nur ganz normaler Müffelmüll – wofür ich in diesem speziellen Fall wirklich dankbar war.

Zu der ungeklärten Entstehungsgeschichte gesellten sich bei mir natürlich noch die Fragen:
Gibt es Schilder mit einem männlichen Piktogramm, wenn ja, wo? (Ich bin mir sicher, dass der Bedarf nicht gering ist!)
Weshalb stand der Entsorgungshinweis eigentlich nicht auf der Biotonne?

P.S. Ich bitte die miese Bildqualität zu entschuldigen, aber es war schon stickeduster.

Job-Sharing auf höchster Ebene

Mittwoch, den 6. Februar 2008

Ich verfolge die Vorwahlen für die amerikanischen Präsidentschaftskandidaten mit großem Interesse. So wie es aussieht, hat auch der „Super-Tuesday“ noch kein eindeutiges Votum für einen der demokratischen Kandidaten ergeben. Sie scheinen sich beide großer Beliebtheit zu erfreuen – in unterschiedlichen Zielgruppen, aber auch von den Anhängern des jeweils anderen durchaus für gut befunden.

Da habe ich mich gefragt, weshalb betreibt man kein Job-Sharing (auf Deutsch hieße das wohl Doppelspitze)?
Die Arbeit eines amerikanischen Präsidenten bzw. einer Präsidentin ist m.E. hart und umfangreich genug, um zwei Leute auf Trab zu halten. Und sollten die Demokraten wieder ins Weiße Haus einziehen – in einem Haus, das über „Flügel“ verfügt, ist doch nun wirklich ausreichend Platz für die jeweiligen Kandidaten samt ihrer Familien.

Während der Urlaubszeit oder grippaler Unpässlichkeit usw. wäre dann auch immer die volle Dienstbereitschaft am Volke gewährleistet, da es ja noch einen politischen „Zwilling“ gibt. Gut, das Gehalt würde entsprechend aufgeteilt werden, aber das ist kein echtes Gegenargument. Finde ich. Wegen des Geldes macht wohl niemand diese Arbeit.

Früher Vogel … hängt vorm Bildschirm?!

Dienstag, den 14. August 2007

Das Thema “fernsehen” beschäftigt mich schon wieder:
Ich bin ja nicht mehr so furchtbar dicht an der Jugend – weder an meiner eigenen noch an der anderer. Deshalb bin ich auch nicht mehr so vertraut mit den Fernsehgewohnheiten junger Menschen. Was sehen sie zu welcher Zeit?!
Als ich am Samstag in meiner Fernsehzeitung stöberte, war ich jedenfalls nicht schlecht erstaunt, als ich im Ersten einen Film mit dem Titel „Mein Freund Joe“ entdeckte. Eine Geschichte um 12-jährige Kinder, ausgewiesen als „Jugendabenteuer, FSK: 6 Jahre“ – nein, das alles hat mich noch nicht überrascht, die Sendezeit war es, die mich stutzen ließ: 2:35 Uhr.
Ich weiß, es war ein Samstag (bzw. ein extrem früher Sonntag) und außerdem ist Ferienzeit – aber haben sich die Wachzeiten von Kindern bereits derart verlagert? Beunruhigt hat mich auch die Vorstellung, dass die sensiblen Seelen fernsehmäßig auf dem Wege zu „ihrem“ Programm noch Western und Actionfilmen mit FSK: 16 ausgesetzt waren – oder auch „Straße der Lieder“ …
Vielleicht ist aber mittlerweile die Zeit, zu der diese Sendungen liefen, die aktuelle Schlafenszeit der Heranwachsenden? Gibt es womöglich eine präpubertäre Bettflucht? Treffen sich nachtaktive Großeltern und Enkelkinder vor dem Puschenkino? Haben wir es mit einer Generationen übergreifenden Verschiebung des Wachrhythmus’ zu tun?
Am Montag las ich dann im druckfrischen Spiegel einen Artikel über die Programmplanung des ZDF: Ab 2008 will man mittwochs die „… Unterhaltungsstrecke ab 20:15 Uhr ausdehnen, um so junges Publikum zu erreichen …“.
Die ARD hat dieses Vorgehen kritisiert, da man wohl den Verlust von Marktanteilen befürchtet. War die Ausstrahlung eines Jugendabenteuers um 2:35 ein Test, um die eigene Programmgestaltung zu überprüfen und herauszufinden, ob die Quote bei jugendlichen Zuschauern durch Verlagerung der Sendetermine in die Nacht gesteigert werden kann?! Fragen über Fragen.
Und alles nur, weil ich wissen wollte, ob am Samstag ein sehenswerter Film kommt …

Kartenwechsel = Sortenwechsel ?!

Sonntag, den 17. Juni 2007

KartenwechselGestern kam ein Umschlag mit einer neuen Plastikkarte. Offenbar ist mit dem Ablaufdatum der alten Karte auch mein Leben als „Frau H. aus H.“ abgelaufen, denn ich wurde sowohl im Adressfeld als auch in der Anrede mit „Herr H. aus H.“ angesprochen. Erfreulicherweise darf ich meinen Vornamen Susanne weiterführen. Was die Kombination allerdings noch skurriler wirken lässt. Erinnert ein bisschen an die Textzeile in dem Song von Johnny Cash „Boy named Sue …“

Es ist aber schon toll, wie sich das Leben mit Plastikkarten verändert – von meiner Krankenkasse bekam ich zweimal hintereinander eine Karte mit einem falschen Geburtsdatum. Die Kasse ist klasse: Sie wirkte wie ein Jungbrunnen, denn ich war jedes Mal um Jahre jünger geworden. Ich bedankte mich für diese Ehre und fragte, ob ich eine eidesstattliche Erklärung meiner Mutter beibringen müsse, damit man mir mein tatsächliches Alter glaubte. Die nächste Karte war dann auch ohne mütterliches Dokument korrekt datiert.

DerLemma – Dilemma …

Dienstag, den 29. Mai 2007

Darüber habe ich mir vorher keine Gedanken gemacht – über die “Begeschlechterung” in meinem Blog.
Hier geht es ja nicht amtlich zu. Dort, in Groß-Behördenstedt, erwarte ich Genauigkeit. Nicht wie früher, als man von Amts wegen doch ziemlich nachlässig war. In meinem Führerschein bspw., der die Unterteilung in Herr/Frau zuließ (Katastrophe, auch noch Fräulein!), steht am Schluss, völlig unlogisch „Eigenhändige Unterschrift des Inhabers“. Trotzdem sollte ich, die vorher eindeutig als Frau definierte Frau H. aus H., unterschreiben. So zog sich damals ein Mischimaschi durch Ausweise, Bescheinigungen und Bescheide. Heute geht es korrekter zu. Was dann aber ziemliche Satzungetüme hervorbringen kann.

lesefluss.jpgHier im Blog aber geht es ausschließlich um den Lesefluss. Unglücklicherweise ist dieser sehr schnell mit den verzwackelten Jungs-Mädels-Kombinationen aufzustauen. Allein den Artikel „G8 entspannt gem8“ hätte ich locker um mehrere Zeilen verlängern können durch Staatsdiener / Staatsdienerinnen, Polizisten / Polizistinnen, Gefängnisausstatter / Gefängnisausstatterin usw. usw. Damit wäre zwar der sprachlichen Gleichberechtigung genüge getan, aber der Lesefluss würde nur noch mühsam von einer Staustufe zur nächsten plätschern.

Ich bitte deshalb um Nachsicht, wenn ich nur eine Form verwende: Es geschieht allein aus Gründen der Lesefreundlichkeit. Und da bekannt ist, dass einige Herren noch etwas schreckhaft sind und sich von weiblichen Formen (zumindest grammatikalisch) nicht angesprochen fühlen, ist es halt die männliche Fassung.
Manche Männer reagieren ja sogar verärgert, wenn ich sie bei Begrüßung in einer gemischten Gruppe mit einem freundlichen „Hallo Mädels“ in die Mädchenriege eingruppiere. Ist mir völlig schleierhaft. Sollen sich doch freuen, wenn sie befördert werden! :-)
Als „Übung“ für die Herren werde ich aber ab und an mal rein weibliche Texte einstreuen. Zuckt nicht jetzt schon, Jungs. Entspannt euch!

Irgendwie beneide ich Sprachen, die solche Falltüren nicht haben, schon ein bisschen.

Straßenstudien … (Teil 1)

Mittwoch, den 23. Mai 2007

Ich gestehe, ich begucke gern meine Mitwelt. Teile meiner Mitwelt haben allerdings ein Verhalten, das mir das Gucken richtig verleidet, mich aber auch ins Grübeln bringt: Jugendliche, vorrangig männlichen Geschlechts, und ihre Rumspuckerei.
Da haben sich ihre Eltern sehr bemüht, ihnen dieses Verhalten während ihrer Kleinkindzeit abzugewöhnen – kaum dürfen die Jungs unbeaufsichtigt auf die Straße, geht es wieder los. Alle paar Meter klatscht da eine Ladung Spucke auf Fußweg, Bahnsteig usw. – Ekeligst.
Und vor allen Dingen: Weshalb wird so rumgesabbert?
Ich habe da zwei Theorien entwickelt:
1. In den letzten Jahren hat sich durch derzeit noch ungeklärte Veränderungen der Umweltbedingungen die Zusammensetzung der Spucke von Pubertierenden verändert und hat sie hoch giftig gemacht. Um das Erwachsenenalter zu erreichen und nicht vorzeitig dahingerafft zu werden, müssen sie sich von dem Zeug trennen.
2. Es ist eine Art der Reviermarkierung. Beinchenheben wird zwar bei Hunden geduldet, wenn Menschen diese „Ich war hier“-Kennzeichnung wählen, ruft es Abscheu hervor und die Polizei herbei. Daher hat sich die abgeschwächte Form entwickelt, bei der man ohne größeres Derangieren des Beinkleides seine Anwesenheit auf dem Gelände mitteilt.
Aber egal aus welchem Grund – es ist hochgradig widerlich und ich wünsche mir in solchen Situationen den magischen Blick, mit dem ich das Zeug dem Spucker ins Gesicht zurückklatschen kann. Batsch!